Tragische Schicksale rund um das kleine Glücksspiel-Verbot

Tragische Schicksale rund um das kleine Glücksspiel-Verbot

Seit 1. Jänner dürfen sogenannte „Münzgewinnspielapparate“ in Wien’s Lokalen nicht mehr betrieben werden. Namhafte Personen wie Junior-Minister  Kurz („Das ist gemein! Ich will noch spielen!„) oder „Schotter-Mitzi Fekter“ („Wo soll ich jetzt hin mit meinem Schotter?„) protestierten heftig. Doch selbst nach Intervention von Michael Häupl, der laut Augenzeugenberichten erst nach Bestechung durch mehrere Flaschen Rotwein klein beigab,  hat Rot-Grün das strikte Verbot durchgesetzt.

 

Wer dagegen verstößt, darf mit saftigen Geldstrafen bis in den 5-stelligen Bereich und noch härteren Maßnahmen rechnen. Im schlimmsten Fall wird der Täter mit einem Pflichtbesuch bei Maria Vassilakou’s viertägigem Seminar „Vegan, bio, nüchtern, gluten-, fett- und zuckerfrei durch’s Leben“ bestraft.
Fünf Tage nach Inkrafttreten des Verbot’s wagen wir einen Blick in das Leben unmittelbar Betroffener.
Hier eine kleine Ansammlung tragischer Schicksäle rund um das Verbot (Anm. der Red.: Namen wurden geändert):
Ivo, ehemaliger Besitzer eines Lokals in Wien Favoriten, ist nicht mehr der, der er mal war. Als Wega-Beamten am 1. Jänner sein Lokal stürmten und die Automaten entdeckten, stelllte er sich mutig zwischen die Sturmgewehre und seine Flippertische. Schnell wurde er von den Beamten mit Fairtrade-Pfefferspray ausgeknockt. „Als ich aufwachte, befand ich mich in einer Gummizelle. Neben mir ein Teller aus biologisch abbaubarer Keramik, bedeckt mit veganen Käsecrackern und dazu ein Glas Wasser.“
Ivo erinnert sich, nur zu Vorträgen und Standpauken von Anarchisten, Hippies und grünen Größen aus der Zelle gelassen zu werden. Der Entzug sämtlicher Laster machte ihm schwer zu schaffen. Er verlor langsam den Lebenswillen. Bis er in Matthias Strolz, ein früherer Absolvent des Seminars, der einen Gastvortrag über die Einheit mit der Natur hielt, einen Seelenverwandten sah. Strolz‘ Meditationstechniken haben Ivo das Leben gerettet: „Wenn mir heute nach einer Zigarette oder einem Milchshake ist, gehe ich im Wald spazieren. Die Geräusche der Natur beruhigen mich.“
Heinz-Karl Krasser, einst ein bildhübscher und aufgeweckter Schönling, ist durch das Verbot hart gezeichnet. Die Wangen sind eingefallen, die strahlenden blauen Augen sind einem düsteren Blick, untermalt von tiefen Augenfalten, gewichen. Selbst die wallende haselnussbraune Mähne ist in sich zusammengefallen. „Seit ich nicht mehr Steuergelder verzocken darf, blieben mir nur noch diese Automaten, um meine Leidenschaft auszuleben. Ohne sie fühle ich mich leer.“
Krasser teilt sein Leid mit engen Freunden. Herr Meischperger, selbst Betroffener und Gründer einer Selbsthilfegruppe: „Herr Krasser tut sich sehr schwer. Aber wir alle müssen da durch.“ Der Betroffene ahndet hinter dem Verbot einen gezielten Schlag der linkslinken Gutmenschenjagdgesellschaft gegen althergebrachte Stammtischkultur und den freiheitlichen Wertekodex. Wo zwischen diesen Begriffen der Unterschied besteht, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.
Rückblickend bleibt zu sagen, dass das linkslinke Gutmenschen-Regime für das Verbot einen hohen Preis in Kauf nimmt. Inwiefern sich das bei der nächsten Wahl zeigen wird, lässt sich noch nicht bestimmen. Politologen munkeln jedoch, dass Frank Stronach Wien kaufen will, um diese Gesetzesnovelle rückgängig zu machen. Auch das Neos hofft, sich mit seinem neoliberalen Kurs gegen die Verbotskultur von Rot-Grün zu etablieren. Auch mit ihrem Wahlversprechen, nicht nur das kleine Glücksspiel, sondern auch Drogen zu legalisieren, wollen sie Punkte sammeln. Man darf vor der nächsten Wahl also gespannt sein.

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